Bistro eröffnen: Checkliste — von der Immobilie zum ersten Gast

Ein Bistro verbindet Café-Atmosphäre mit kleiner Küche: Frühstück, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen. Diese Checkliste begleitet Sie von der Immobilienwahl über die Behörden bis zur Ausstattung — zugeschnitten auf kompakte Konzepte.

Schritt 1: Die passende Immobilie

Kriterium Darauf sollten Sie achten
Umfeld Büros, Praxen, Einzelhandel und Wohnquartier gemischt = Frühstücks-, Mittags- UND Nachmittagsgeschäft. Reines Büroviertel stirbt am Wochenende.
Fläche & Zuschnitt 50–120 m² sind typisch. Offene Theke als Herzstück einplanen — sie verkauft Kuchen, Snacks und Getränke im Vorbeigehen.
Außenfläche Terrasse oder Gehwegbestuhlung hebt den Umsatz spürbar — Sondernutzungserlaubnis vorab klären.
Küchenanspruch Kleine warme Karte (Paninis, Suppen, Quiches) braucht weniger Abluft als eine Vollküche — das öffnet mehr Objekte als beim Restaurant.
Technik-Check Strom für Siebträger/Kaffeemaschine (oft 400 V), Wasseranschlüsse an der Theke, Kühlmöglichkeiten im Lager.

Schritt 2: Ämter, Genehmigungen & Fachleute

Stelle Wofür zuständig Wann
Gewerbeamt Gewerbeanmeldung; dazu die IHK-Gaststättenunterrichtung vor Eröffnung
Gaststättenbehörde Gaststättenerlaubnis, sobald Sie Alkohol ausschenken (z. B. Wein, Aperitif) 4–8 Wochen einplanen
Bauamt Nutzungsänderung bei Nicht-Gastro-Vornutzung; Sondernutzungserlaubnis für die Außenbestuhlung vor Vertragsabschluss klären
Gesundheitsamt Belehrung nach § 43 IfSG — auch für Kuchentheke und Milchschäumer relevant vor dem ersten Arbeitstag
Lebensmittelüberwachung Betriebsregistrierung + HACCP-Dokumentation vor Eröffnung
Finanzamt Steuerliche Erfassung; TSE-zertifizierte Kasse ist Pflicht vor Eröffnung
BGN, GEMA, Rundfunk Berufsgenossenschaft (binnen 1 Woche), GEMA für Hintergrundmusik, Rundfunkbeitrag; Versicherungen nicht vergessen direkt nach Gründung

Wer hilft wobei

  • Architekt: nötig bei Nutzungsänderung oder größerem Umbau — die kleine warme Karte des Bistros öffnet aber oft Objekte, die ohne Bauantrag auskommen.
  • Thekenplanung: Die Theke ist Herzstück und Umsatzbringer — Kaffeetechnik, Vitrine und Spüler müssen als Arbeitsplatz funktionieren. Wir planen das kostenlos mit: Planungsservice.
  • Fachbetriebe: Elektriker (400 V für Siebträger/Vollautomat), Sanitär (Wasseranschlüsse und Abläufe an der Theke, ggf. Fettabscheider), bei Umbau ein Trockenbauer/Tischler für den Gastraum.
  • Steuerberater mit Gastro-Erfahrung; Gründungsberatung kostenlos bei der IHK.

Kaffee- und Kältetechnik, Vitrinen und Spüler kommen von uns — inklusive Beratung; Möbel und Interieur liefert der Objekteinrichter, Geschirr der Gastro-Bedarfshandel.

Schritt 3: Budget-Richtwerte

Position Richtwert
Kaution & Start-Mieten 3–6 Monatsmieten
Theke, Kühlvitrine, Kaffeetechnik ab ca. 10.000–25.000 € netto
Küchentechnik (kompakt) ab ca. 8.000–20.000 € netto
Gastraum-Einrichtung ab ca. 8.000–25.000 € netto
Reserve mind. 3 Monate Fixkosten

Schritt 4: Die Bistro-Ausstattung

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich das Bistro vom Café bei der Planung?

Das Bistro hat eine kleine warme Karte — also mehr Küchentechnik und strengere Abluft-Anforderungen als ein reines Café. Unsere Café-Ausstattungsliste zeigt die Gemeinsamkeiten.

Brauche ich eine teure Siebträgermaschine?

Entscheidend ist die Konstanz: Für hohes Kaffeevolumen mit wenig Personal ist ein Vollautomat oft die wirtschaftlichere Wahl; Siebträger punktet bei Qualität und Inszenierung.

Wie groß sollte die Kühlvitrine sein?

Lieber eine Nummer größer: Die Vitrine ist Ihre Verkaufsfläche. Umluft für verpackte Ware, statische Kühlung für offene Torten.

Bewährte Geräte fürs Bistro

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Von der ersten Skizze bis zur einsatzbereiten Küche: Wir planen Ihre Ausstattung, liefern die Geräte und beraten Sie persönlich — auch zu Budget und Zeitplan.

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